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Botanischer Garten - Universität Wien

Im Botanischen Garten der Universität Wien befindet sich wahrscheinlich der älteste Bambushain Österreichs. Ein eindrucksvoller Stand von Phyllostachys viridiglaucescens trotzt dort bereits fast 100 Jahre Wind und Wetter (darunter den europäischen Rekordwinter von 1929, mit einer Februar Durschnittstemperatur in Wien von -9.9 Grad!) und schiebt immer noch kräftige Halme.

Der Hain ist bereits von weitem sichtbar und erreicht schätzungsweise eine Höhe von 10m. Im Hintergrund ist das Schloss Belvedere zu erkennen. Im Vordergrund links zwei beeindruckende Gunnera manicata Pflanzen, die im Winter, im Gegensatz zum Bambus, dick in Holzkisten eingepackt werden. Beim P.vigl. wäre das allerdings etwas schwieriger.

  Der Hain ist mit einem Stern als besonders sehenswert ausgezeichnet.

 

 

 

 

Ende der 90er hatte er schwer zu kämpfen, als immer mehr Besucher die Erde im und um den Bambus herum festgetreten haben und er kaum noch kräftige Halme schieben konnte. Die Parkverwaltung zog daraus die Konsequenzen und verpasste ihm einen Bambuszaun:

Im Vordergrund rechts biegen sich einige Halme von Fargesia nitida ins Bild, die bis jetzt noch nicht geblüht haben, ebenso wie der große Bruder, der die letzten 100 Jahre ebenfalls nicht geblüht hat. Damit der Bambus in seiner vollen Schönheit auch wieder von innen besichtigt werden kann, hat die Parkverwaltung Anfang 2004 einen Auftrag für einen "Bambusweg" an die Hochschule für angewandte Kunst vergeben. Das Siegerprojekt sieht so aus und soll 2005 fertig gestellt sein.

Rund um den P.viridiglaucescens gibt es noch ein paar kleinere Anpflanzungen von P.nigra, Pseudosasa japonica, Sasa kuriliensis, Fargesia nitida, welche aber nicht so beeindruckende Ausmaße annehmen. Deshalb hier noch ein paar weitere Impressionen des großen Hains: